
Nach der Ankunft im Screeningzentrum wird der Teilnehmerin ein Fragebogen ausgehändigt, der im vorderen Wartebereich in Ruhe ausgefüllt werden kann. Die persönlichen Daten werden anschließend an der Anmeldung in den Computer eingegeben, die Teilnehmerin wartet danach im Hauptwartebereich auf die Untersuchung. Während der normalerweise recht kurzen Wartezeit steht Kaffee bereit.
Von ausgebildeten MTRA und mammographischen Fachkräften werden Röntgenaufnahmen von beiden Brüsten in 2 Ebenen angefertigt und auf die technische Qualität hin beurteilt. Für Rückfragen steht jederzeit ein Arzt bereit.
Die Teilnehmerin kann das Screeningzentrum nach der Untersuchung sofort wieder verlassen, sie wird innerhalb von 7 bis 12 Tagen Nachricht über den Befund erhalten.
Zwei Ärzte beurteilen unabhängig voneinander die Mammographieaufnahmen, zusätzlich werden die Aufnahmen in einigen Fällen von der programmverantwortlichen Ärztin befundet. Falls auch nur einer der drei Ärzte den Verdacht auf einen pathologischen Befund äußert, werden die Aufnahmen in einer Konsensuskonferenz von allen drei Ärzten noch einmal gemeinsam begutachtet. Sollte der Verdacht anschließend bestehen bleiben, wird die Teilnehmerin schriftlich, ggf. auch telefonisch zu einer erneuten Untersuchung in das Screeningzentrum gebeten.
Jetzt werden zusätzliche Untersuchungen, zum Beispiel eine weitere Aufnahme, eine Ultraschalluntersuchung oder auch eine Gewebeentnahme durchgeführt.
Falls bei diesen Untersuchungen ein Karzinom nachgewiesen wird, folgt die Besprechung des Falls in einer praeoperativen Fallkonferenz. Hier wird eine Empfehlung ausgesprochen.
Anschließend werden die Patientin und ihr behandelnder Arzt benachrichtigt. Sie entscheiden gemeinsam über das weitere Vorgehen.