Wirkprinzip
Gelenkverschleiß führt zu Stoffwechselveränderungen im Gewebe. Das Milieu im Gelenk wird, ähnlich wie bei der Entstehung von Muskelkater, sauer. Das Gelenk schmerzt. Die Röntgenbestrahlung bewirkt zunächst eine Verstärkung dieser Veränderung, dann aber eine anhaltende Umstellung auf ein basisches Milieu. Hierdurch wird der Spontanschmerz beseitigt. Die Durchblutung des Gelenkes und des umgebenden Gewebes wird gleichzeitig verbessert.
Unter der Behandlung können die Beschwerden daher zunächst zunehmen. Dies ist ein Zeichen dafür, daß die Strahlentherapie wirkt. Mit einer Besserung ist bis zu 6 Wochen nach Abschluß der Schmerzbestrahlung zu rechnen.
Nebenwirkungen und Strahlenbelastung
Außer einer eventuellen vorübergehenden Verschlimmerung der Beschwerden kommt es nicht zu Nebenwirkungen. Sie können eine medikamentöse oder krankengymnastische Behandlung in dieser Zeit unbedenklich fortsetzen und das behandelte Gelenk wie gewohnt waschen.
Die Strahlenbelastung ist größer als bei einer normalen Röntgenaufnahme, eine Gefährdung für Ihre Gesundheit besteht aber nicht. Bei Patienten im fortpflanzungsfähigen Alter soll man mit einer solchen Behandlung dennoch zurückhaltend sein.
Eine Schwangerschaft muß wie bei allen Untersuchungen und Behandlungen mit Strahlen zum Zeitpunkt der Untersuchung natürlich ausgeschlossen sein.
Wenn Sie Fragen haben, stehen wir Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite.
Sie haben in jedem Falle Gelegenheit, mit einem der Ärzte über Ihre Beschwerden und den Befund zu sprechen.